Babylon Berlin – Filmmünze

Babylon Berlin - Filmmünze

Filmmünzen – Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

In Filmen werden immer wieder Münzen eingesetzt. Dabei ist das Genre ganz egal. Immer wieder erhalten wir den Anruf von verschiedenen Studios mit der Bitte Münzen für Krimis, Western, Märchen oder Thriller herzustellen. Daher wollen wir Ihnen auf dieser Unterseite einmal 3 Filme und die dazugehörigen Münzen/ Medaillen vorstellen.

Das kalte Herz – Märchenhafte Münzen
Eine unserer schönsten Filmmünzen haben wir für eine Neuverfilmung eines Klassikers hergestellt. „Das kalte Herz“ von 2016. Nach dem Erfolg der DDR Fassung von 1950 möchten die Produktionsstudios in Berlin Babelsberg an diesen Erfolg anknüpfen. Dazu hat man weder am Aufwand, noch an der Besetzung gespart.

Polizei Münze      Schatzmünzen

Es ist nicht immer der Gärtner

Krimis sind spannend – klar sonst guckt keiner hin. Historische Krimis sind mehr – sie sind durch ihre Kulissen, Requisiten und Nebenhandlungen interessante Zeitreisen vor dem Hintergrund einer spannenden Handlung.

Viele Requisiten und Schauplätze haben Ihre Zeit überlebt und können durch Originale abgedeckt werde. Historische Polizeimarken gehören jedoch nicht dazu und so kommt es, dass die Produktionsfirma X Filme Creative Pool (bekannt z.B. durch GOOD BYE LENIN, CLOUD ATLAS oder LOLA RENNT) verschiedene historische Polizeimarken bei der Taler.de nachprägen lässt.

Fiktive Polizei Marke für die Filmproduktion

Nachprägung oder Fälschen?

Um den Film so realistisch, wie möglich zu gestalten, sind die Filmschaffenden immer darum bemüht, möglichst nah an das Original heranzukommen. Bei der Produktion von Ausweisen oder Währungen stehen Kreative vor dem Problem, dass es auf der Leinwand original aussehen muss, wie bei einer Fälschung – im wahren Leben aber ohne weiteres als Requisite zu erkennen sein soll.

Das ist nicht immer so leicht und führt auch bei derTaler.de zu kontroversen Diskussionen. Aber entscheiden Sie selbst!

Disclaimer: Um dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch zu entsprechen, werden unsere Produkte auf dieser Seite als „Münzen“ bezeichnet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich jedoch um individuell geprägte Medaillen und keine aktuellen oder ehemaligen Zahlungsmittel handelt.

Nachprägung für Museum

Museum lässt Münze nachprägen

Eine Münze und ihre Geschichte

Für seine Ausstellung „Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart“ ließ das Deutsche Historische Museum Berlin die „Passmarke Swakopmund“ nachprägen.

Anfassen erlaubt – dank einer Kopie können Besucherinnen und Besucher die Messingmarke „Passmarke Swakopmund“ an der Inklusiven Kommunikations-Station im Deutschen Historischen Museum Berlin (DHM) erfühlen. Das Original selbst, das ebenfalls in der Ausstellung hinter Vitrinenglas präsentiert wird, ist schon mehr als 100 Jahre alt: Es steht für die Kolonialherrschaft der Deutschen in der früheren deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem Gebiet des heutigen Namibia.

Die Deutschen führten die Passmarke nach Ende des Krieges gegen die Herero und die Nama ein, zwei Bevölkerungsgruppen, die sich gegen die koloniale Unterdrückung gewehrt hatten. Alle Herero ab dem Alter von sieben Jahren mussten sie tragen. Darin eingeprägt sind die Kaiserkrone und ein Gebiet, in diesem Fall Swakopmund. Darunter steht eine Nummer.

Indiviuelle PlakettePassmarke Swakopmund

Passmarke zur Kontrolle

„Jeder bekam eine Nummer, wurde registriert, durfte sich nur in dem jeweiligen Gebiet aufhalten und nicht mehr frei bewegen“, erklärt Sarah Maupeu von der DHM-Bildungsabteilung. Die Passmarke war also ein Kontrollinstrument: Die deutsche Kolonialmacht wollte damit weitere Aufstände verhindern und die Kolonisierten zur Zwangsarbeit einteilen.

Die ovale Original-Passmarke würde sich bei der Berührung von durchschnittlich mehr als 700 Menschen täglich vermutlich nach kurzer Zeit abnutzen oder gar oxydieren. Von den strengen konservatorischen Auflagen ganz zu schweigen. Doch dank der Nachprägung werden die vielfältigen Aspekte von Geschichte begreifbar. Das Deutsche Historische Museum hat sich daher bewusst für diese Kopie der Passmarke entschieden. Zudem erfüllt sie am ehesten die Kriterien, die eine Inklusive Kommunikations-Station erfordert: Geschichte mit allen Sinnen erleben. Mindestens zwei Sinne sollen jeweils an den Stationen angesprochen werden. Die Idee dahinter: Alle sollen einen Zugang zur Ausstellung haben; alle sollen die Möglichkeit haben, den historischen Gegenstand zu erfahren.

Auf die Marke gekommen

Bei der Auswahl der Gegenstände gehe es immer um die Frage: „Welches Objekt ist überhaupt geeignet? Welche Geschichte kann man damit erzählen?“, berichtet Sarah Maupeu. „Uns war sehr schnell klar, dass es auf diese Passmarke hinausläuft“, sagt die Führungsreferentin. Denn die Passmarke stehe für einen bestimmten Themenrahmen – in diesem Fall „Koloniale Herrschaft“ und „Koloniale Weltbilder“. Das Museumsteam sei dann „schnell auf diese Passmarke gekommen“, denn mit ihr könne man sehr viele Geschichten erzählen, erklärt Maupeu. „Man kann über den Krieg sprechen, der davor stattgefunden hat, aber auch aufzeigen, was danach weiter passiert ist, und den Widerstand thematisieren sowie den Völkermord an den Herero und Nama – das sind zentrale Themen in diesem Raum.“

Die Nachprägung der Taler-Passmarke liegt gleich am Anfang der Ausstellung aus. Am Ende des Raumes können Besucher dann die Originalpassmarke in einer Vitrine betrachten – mit spürbarem Aha-Effekt: „Diese Passmarke hatte ich gerade schon in der Hand, so sieht also das Original aus!“

Weitere Infos:

Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart

14. Oktober 2016 bis 14. Mai 2017

Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2

10 117 Berlin

Disclaimer: Um dem allgemeinen deutschen Sprachgebrauch zu entsprechen, werden unsere Produkte auf dieser Seite als „Münzen“ bezeichnet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich jedoch um individuell geprägte Medaillen und keine aktuellen oder ehemaligen Zahlungsmittel handelt.